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heilys® Sicherheit

Licht ist wirksam. Sicherheit ist entscheidend.

Rotlicht ist biologisch wirksam und sollte richtig angewendet werden. Deshalb zeigen wir dir transparent, worauf du bei der sicheren Anwendung achten solltest.

Bewertung nach IEC/EN 62471

Photobiologische Sicherheit nach anerkanntem Normverfahren bewertet.

Kein UV-Licht

Ausschließlich Rot und Nahinfrarot, 630–850 nm

Keine Laser

Flächige LED-Technik, kein gebündelter Strahl

Entwickelt und geprüft in Deutschland

CE · EMV · RoHS · WEEE

Sicherheit auf einen Blick

Die wichtigsten Antworten findest du direkt hier auf einen Blick. Weitere Details findest du im weiteren Verlauf der Seite.

Frage Kurze Antwort
Ist rotes und nahinfrarotes Licht ionisierend? Nein. Es hat pro Photon nicht genug Energie, um DNA direkt zu schädigen — anders als UV- oder Röntgenstrahlung.
Enthalten heilys®-Geräte UV? Nein. UV-Strahlung liegt unterhalb von etwa 400 nm. heilys® arbeitet ausschließlich im roten und nahinfraroten Bereich von 630 bis 850 nm.
Muss ich eine Schutzbrille tragen? Fällt das Licht in Richtung deiner Augen, halte sie geschlossen oder trage die mitgelieferte Schutzbrille. Grundsätzlich gilt: Starre nicht direkt in die LEDs.
Kann ich zu viel machen? Ja. Mehr ist nicht besser. Halte dich an Abstand und Dauer aus der Gebrauchsanweisung.
Kann die Haut verbrennen? Bei bestimmungsgemäßer Anwendung nicht. Bei Kontaktgeräten (FlexiPad, FaceMask) gelten zusätzliche Hinweise.
Gibt es Personen, die es nicht anwenden sollten? Ja. Bei bestimmten Erkrankungen, Medikamenten oder besonderen Situationen solltest du auf die Anwendung verzichten oder vorher ärztlichen Rat einholen. Die Übersicht findest du weiter unten.

Grundlagen

Was „sicher“ bei Licht überhaupt bedeutet

Kurz gesagt

Sicherheit bei Licht lässt sich nicht mit einer einzigen Zahl beschreiben. Sie ergibt sich aus fünf Größen: Wellenlänge, Bestrahlungsstärke, Abstand, Dauer und Lichtverteilung. Ändert sich eine davon, ändert sich die Bewertung.

Licht ist ein biologischer Reiz. Das ist der ganze Grund, warum Photobiomodulation (gezielte Lichtwirkung auf Zellen) überhaupt untersucht wird — und zugleich der Grund, warum man sie nicht beliebig dosieren kann. Ein Reiz, der nichts bewirkt, wäre risikofrei und wirkungslos. Ein Reiz, der etwas bewirkt, braucht eine Obergrenze.

Deshalb ist die Frage „Ist Rotlicht sicher?“ so nicht beantwortbar. Beantwortbar ist: Ist dieses Gerät, in diesem Abstand, für diese Dauer, bei dieser Person sicher? Genau diese vier Faktoren stehen auf dieser Seite.

Die Helligkeit hilft dabei nicht weiter. Nahinfrarotes Licht ist für das Auge nahezu unsichtbar und kann trotzdem mit voller Leistung arbeiten. Umgekehrt sagt eine grelle rote Fläche wenig über die tatsächliche Bestrahlungsstärke aus. Entscheidend sind daher die gemessenen Werte – nicht der Helligkeitseindruck.

Definierte Wellenlängen

630 · 660 · 670 · 810 · 830 · 850 nm.
heilys® arbeitet ausschließlich mit rotem und nahinfrarotem Licht. UV-Licht ist nicht enthalten. Auch Wellenlängen oberhalb von 1000 nm werden nicht genutzt, da sie stärker vom Wasser im Gewebe aufgenommen werden und dadurch vor allem Wärme erzeugen.

Gemessene Bestrahlungsstärke

Angegeben in mW/cm² bei definiertem Abstand. Ohne diese Angabe lässt sich keine Dosis berechnen.

Empfohlener Abstand

Je größer der Abstand zum Gerät, desto geringer ist die Bestrahlungsstärke. Der richtige Abstand hilft dir deshalb, die Anwendung sicher zu dosieren.

Begrenzte Sitzungsdauer

Bestrahlungsstärke × Zeit ergibt die Dosis. Die Zeit ist die zweite Stellschraube.

Kontrollierte Lichtverteilung

Gleichmäßige Ausleuchtung statt Hotspots. So wird vermieden, dass einzelne Bereiche deutlich stärker bestrahlt werden als andere.

Augenschutz

Durch Konstruktion, Abstand und Schutzbrille. Details im Abschnitt „Augen“.

Mehr Licht ist nicht mehr Wirkung. Die Gebrauchsanweisung ist kein Beipackzettel, sondern Teil des Sicherheitskonzepts.

Geprüft und eingestuft

Photobiologische Sicherheit: was IEC/EN 62471 wirklich aussagt

Kurz gesagt

IEC/EN 62471 ist die Norm zur photobiologischen Sicherheit von Lampen und LED-Systemen. Sie kennt kein Bestehen und kein Durchfallen. Sie ordnet eine Lichtquelle einer von vier Risikogruppen zu — abhängig davon, wie lange man ihr ausgesetzt sein kann, bevor ein Grenzwert erreicht wird.

Gruppe Bedeutung
Freie Gruppe (RG 0) Kein photobiologisches Risiko, auch bei dauerhafter Exposition.
Risikogruppe 1 Kein Risiko bei normaler Nutzung, da man sich der Lichtquelle üblicherweise nicht unbegrenzt aussetzt.
Risikogruppe 2 Kein Risiko, solange natürliche Abwendungsreaktionen greifen — etwa der Lidschluss bei Blendung.
Risikogruppe 3 Risiko bereits bei kurzzeitiger Exposition. Für Verbraucherprodukte nicht vorgesehen.

Die Einstufung ist keine Eigenschaft des Geräts allein, sondern immer an einen Messabstand gebunden. Dieselbe Leuchte kann in 20 cm anders eingestuft sein als in 50 cm. Wer eine Risikogruppe ohne Abstand nennt, gibt keine verwertbare Information.

Für rote und nahinfrarote LEDs sind vor allem drei der in der Norm bewerteten Gefährdungen relevant: die thermische Netzhautgefährdung, die Infrarot-Gefährdung des Auges und die thermische Hautgefährdung. Die photochemische Netzhautgefährdung – das sogenannte Blaulichtrisiko – spielt hier praktisch keine Rolle. Die zugehörige Gewichtungsfunktion, also die Bewertung verschiedener Wellenlängen nach ihrem Beitrag zum Blaulichtrisiko, hat ihr Maximum bei etwa 435–440 nm und fällt im roten Bereich stark ab.

Photobiologische Gefährdungsfunktionen und der heilys-Arbeitsbereich Logarithmisches Diagramm der aktinischen UV-Gefährdungsfunktion S(λ) mit Maximum bei 270 Nanometern und der Blaulicht-Gefährdungsfunktion B(λ) mit Maximum bei 435 bis 440 Nanometern. Der heilys-Arbeitsbereich von 630 bis 850 Nanometern liegt außerhalb beider Maxima; dort liegen beide Funktionen bei etwa 0,001 oder darunter. 1 0,1 0,01 0,001 0,0001 200 300 400 500 600 700 800 900 heilys® 630–850 nm 270 nm 435–440 nm S(λ) — aktinische UV-Gefährdung B(λ) — Blaulicht-Gefährdung B(λ) ist bis 700 nm definiert · darüber gilt die thermische Bewertung Wellenlänge in Nanometer (nm) relative Gewichtung (log)
Aktinische UV-Gefährdungsfunktion S(λ) und Blaulicht-Gefährdungsfunktion B(λ) nach IEC 62471 / ICNIRP, logarithmisch aufgetragen. Der heilys®-Arbeitsbereich von 630–850 nm liegt außerhalb beider Maxima. B(λ) ist bis 700 nm definiert; oberhalb davon greifen die thermischen Bewertungen für Netzhaut und Haut.

Einordnung nach BAuA

Die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin hat die photobiologische Sicherheit von LEDs in einem eigenen Forschungsbericht untersucht (baua: Bericht F 2115, Photobiologische Sicherheit von Licht emittierenden Dioden (LED)). Zwei Aussagen daraus sind hier relevant: LEDs werden nach DIN EN 62471 bewertet, und in den untersuchten Beispielen zeigten rote LEDs ein deutlich niedrigeres photobiologisches Risikoprofil als blaue oder weiße.

Das ist eine Einordnung, keine allgemeine Freigabe. Der Bericht bezieht sich auf Allgemeinbeleuchtung, nicht auf Anwendungsgeräte mit hoher Bestrahlungsstärke im Nahbereich. Die Dosis bleibt entscheidend.

Augenschutz

Augen: die ehrliche Antwort

Kurz gesagt

Grundsätzlich gilt: Starre nicht direkt in die LEDs. Fällt das Licht in Richtung deiner Augen, halte sie geschlossen oder trage die mitgelieferte Schutzbrille. Im Pulsmodus solltest du die Schutzbrille auch bei geschlossenen Augen tragen.

Rotes und nahinfrarotes Licht wird sicherheitstechnisch anders bewertet als blaues, und das ist auch biologisch begründet.Trotzdem gilt bei unseren Geräten: nicht in die LEDs hineinstarren.

Dafür gibt es einen spezifischen Grund, der oft unterschätzt wird: Bei Nahinfrarot fehlt der Schutzreflex. Das menschliche Auge hat oberhalb von etwa 780 nm praktisch keine Empfindlichkeit mehr. Eine 850-nm-LED kann mit voller Leistung arbeiten und dabei fast dunkel erscheinen. Der Blendreiz, der dich normalerweise automatisch wegsehen lässt, entsteht gar nicht erst. Die Norm setzt bei Risikogruppe 2 genau auf diesen Abwendungsreflex – im nahinfraroten Bereich kann man sich darauf jedoch nicht verlassen.

Deshalb ersetzt bei heilys® die Schutzbrille das, was im sichtbaren Bereich der Lidschluss leistet.

LICHT IN RICHTUNG DER AUGEN

Halte die Augen geschlossen oder trage die mitgelieferte Schutzbrille.

PULSIERENDES LICHT

Im Pulsmodus solltest du die Schutzbrille auch bei geschlossenen Augen tragen. Die schnellen Lichtimpulse können als unangenehm oder nervlich anstrengend empfunden werden.

Bei Kontaktlinsen

Es ist kein Risiko durch die Linse selbst bekannt. Werden die Augen trocken, liegt das eher an der leichten Erwärmung als am Licht. Linsen herausnehmen ist die einfachste Lösung.

Nach Augenoperationen

Nach LASIK, Katarakt-OP oder anderen Eingriffen bitte erst nach Rücksprache mit der behandelnden augenärztlichen Praxis anwenden.

Und was ist mit dem Vision-Modus der Gen30?

Auf den ersten Blick wirkt es widersprüchlich: Einerseits gilt die Empfehlung, nicht direkt in die LEDs zu blicken. Andererseits verfügt die Gen30 über einen Vision-Modus mit 670 nm.

Der Unterschied liegt in der Dosis und der kontrollierten Anwendung.

Bei der normalen Rotlicht-Anwendung ist das Gerät auf Körperflächen ausgerichtet. Ein Hineinschauen aus kurzer Entfernung direkt in die LEDs ist dabei nicht vorgesehen.

Beim Vision-Modus ist es genau umgekehrt: Hier ist das Licht gezielt für die Augenanwendung vorgesehen. Deshalb sind die Anwendungsparameter klar festgelegt: 50 cm Abstand, 3 Minuten Anwendungsdauer und Stufe 2.

Die verbindlichen Angaben findest du in der Gebrauchsanweisung. Halte dich bei der Anwendung des Vision-Modus genau an diese Vorgaben.

Wann du den Vision-Modus nicht verwenden solltest

  • bei bestehender Netzhauterkrankung
  • nach kürzlichen Augenoperationen
  • bei Einnahme photosensibilisierender Medikamente
  • bei lichtgetriggerter Epilepsie
  • bei ungeklärten Sehveränderungen
  • in der Schwangerschaft (mangels Daten)
  • bei Kindern und Jugendlichen

Hautkomfort

Wärme und Haut

Kurz gesagt

Eine milde Wärme ist normal und erwartbar. Schmerzhafte Hitze ist es nicht. Die einfache Regel lautet: warm ja, unangenehm heiß nein.

Wärmebild vor der Behandlung
Vor der Behandlung
Wärmebild nach 15 Minuten
Nach 15 Minuten

Die Hauttemperatur steigt bei bestimmungsgemäßer Anwendung um etwa 2–4 °C und bleibt damit deutlich unterhalb der Schwelle, ab der thermische Hautschäden diskutiert werden.

Photobiomodulation ist ausdrücklich kein Wärmeverfahren. Die Wärme, die du spürst, ist ein Nebeneffekt, kein Wirkprinzip. Ein starkes Hitzegefühl ist deshalb auch kein Qualitätsmerkmal, sondern meist ein Hinweis auf zu geringen Abstand.

Beende die Anwendung, wenn

  • die Haut sich unangenehm heiß anfühlt
  • wenn eine stärkere Rötung entsteht oder nach der Anwendung anhält
  • Juckreiz, Spannen oder Brennen auftritt
  • du dich unwohl fühlst

Kontaktgeräte: FlexiPad und FaceMask 2.0

Bei Panels regelst du die Dosis über den Abstand. Bei einem Pad oder einer Maske liegt die Lichtquelle auf der Haut — der Abstand fällt als Stellschraube weg, und die Wärme kann nicht frei abfließen. Das ist ein anderes Risikoprofil und braucht andere Regeln:

  • Nicht auf gereizter, verletzter oder frisch behandelter Haut anwenden.
  • Nicht bei eingeschränktem Temperaturempfinden — etwa bei Neuropathie, nach lokaler Betäubung oder bei Durchblutungsstörungen. Wer Wärme nicht zuverlässig spürt, kann eine Überwärmung nicht rechtzeitig bemerken.
  • Nicht darunter einschlafen und nicht zusätzlich mit Decken oder Kleidung abdecken.
  • Bei der FaceMask: Nutze die Augenabdeckungen und schaue, dass die Maske korrekt sitzt.

Dosierung

Kann man zu viel machen?

Kurz gesagt

Ja. Die Forschung beschreibt eine biphasische Dosis-Wirkung: Unterhalb eines bestimmten Bereichs ist wenig oder nichts messbar, oberhalb davon können die beschriebenen Effekte wieder abnehmen. Mehr Zeit oder ein geringerer Abstand bedeutet deshalb nicht automatisch mehr Wirkung.

Mehr ist nicht automatisch besser. Halbierst du den Abstand, kann die Bestrahlungsstärke ungefähr auf das Vierfache steigen. Verdoppelst du die Anwendungsdauer, verdoppelt sich die Lichtdosis. Eine höhere Dosis bedeutet aber nicht automatisch eine bessere Wirkung.

Ändere die Regelmäßigkeit, nicht die Dauer

In der Forschung dominieren kurze, regelmäßige Anwendungen über mehrere Wochen gegenüber seltenen, langen.

DER ABSTAND BEEINFLUSST DIE DOSIS STÄRKER, ALS MAN DENKT

Wenn du näher an das Gerät gehst, kann die Bestrahlungsstärke deutlich steigen – auch wenn sich das für dich nicht unbedingt stärker anfühlt.

GERÄTE NICHT KOMBINIEREN

Wenn du Panel, Maske und Pad am selben Tag auf derselben Körperregion anwendest, kann die gesamte Lichtdosis deutlich höher ausfallen als vorgesehen.


Sicherheitshinweise

WANN BESONDERE VORSICHT GILT

Wir unterscheiden hier drei Stufen. Denn es macht einen Unterschied, ob bekannte Gründe gegen eine Anwendung sprechen, ob eine vorherige ärztliche Abklärung sinnvoll ist, weil belastbare Daten fehlen oder die individuelle Situation entscheidend ist, oder ob eine Situation in der Regel unproblematisch ist und lediglich bestimmte Hinweise zu beachten sind. So kannst du besser einschätzen, wann du verzichten, vorher ärztlich nachfragen oder die Anwendung unter Beachtung der jeweiligen Hinweise durchführen kannst.

Bitte nicht anwenden

Hier gibt es bekannte Gründe, die gegen eine eigenständige Anwendung sprechen, oder eine Unsicherheit, bei der wir vorsorglich von der Anwendung abraten.

Bei aktiver Krebserkrankung

Photobiomodulation beeinflusst Zellstoffwechsel und Durchblutung. Es ist wissenschaftlich nicht abschließend geklärt, wie sich das auf Tumorgewebe auswirkt. Solange diese Frage offen ist, ist Zurückhaltung die richtige Antwort. Ausnahme nur nach ausdrücklicher onkologischer Rücksprache. Das gilt insbesondere für Körperbereiche, die aktuell im Rahmen einer Strahlentherapie bestrahlt werden.

Bei lichtgetriggerter Epilepsie

Geräte mit blinkenden, pulsierenden oder wechselnden Lichtmodi können Anfälle auslösen. Bitte grundsätzlich nicht ohne neurologische Rücksprache anwenden.

Auf frischen Operationswunden und offenen Wunden

Wundversorgung mit Licht ist ein medizinisches Anwendungsfeld unter Aufsicht — kein Selbstanwendungsthema. Das gilt auch für akute Hautinfektionen.

Bei Photodermatose oder schwerer Lichtempfindlichkeit

Photodermatosen führen zu einer ungewöhnlich starken Reaktion auf bestimmte Wellenlängen des Lichts. Welche Wellenlängen relevant sind, ist je nach Erkrankung unterschiedlich. Dazu zählen etwa polymorphe Lichtdermatose, Lupus erythematodes, Porphyrie oder solare Urtikaria.


Vorher ärztlich abklären

Hier ist die Anwendung nicht grundsätzlich ausgeschlossen, aber häufig fehlen belastbare Daten für eine verlässliche allgemeine Empfehlung.

Rotlicht in der Schwangerschaft und Stillzeit

Wir raten ab — nicht weil ein Risiko bekannt wäre, sondern weil belastbare Sicherheitsdaten fehlen. In dieser Situation ist Zurückhaltung die einzige seriöse Empfehlung.

Photosensibilisierende Medikamente

Eine Reihe von Wirkstoffen erhöht die Lichtempfindlichkeit. Dazu gehören unter anderem: Tetracyclin- und Chinolon-Antibiotika (z. B. Doxycyclin, Ciprofloxacin), Retinoide (Isotretinoin, auch topisch), Amiodaron, bestimmte Diuretika (Hydrochlorothiazid), Sulfonamide, einige Neuroleptika und Antidepressiva, NSAR wie Piroxicam sowie Johanniskraut.

Diese Aufzählung ist nicht vollständig — im Zweifel den Beipackzettel prüfen oder in der Apotheke nachfragen.

Herzschrittmacher und implantierte Medizinprodukte

Betrifft Schrittmacher, Defibrillatoren, Insulinpumpen und Neurostimulatoren. Das Licht selbst ist hier nicht der Punkt; es geht um die Elektronik des implantierten Medizinprodukts und um lokale Erwärmung über dem Implantat. Bitte vor der Anwendung mit der betreuenden Praxis klären und nicht direkt über dem Implantat anwenden.

Rotlicht bei Schilddrüsenerkrankungen

Bei einer Schilddrüsenüberfunktion (Hyperthyreose) ist besondere Vorsicht geboten. Da Rot- und Nahinfrarotlicht Stoffwechsel- und Durchblutungsprozesse beeinflussen kann und für die direkte Anwendung über der Schilddrüse nur sehr begrenzte Daten vorliegen, sollte der Halsbereich hier nicht ohne ärztliche Rücksprache bestrahlt werden.

Bei einer Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose), etwa im Zusammenhang mit Hashimoto, wurde Photobiomodulation bereits wissenschaftlich untersucht. Dabei werden mögliche unterstützende Effekte auf zelluläre Prozesse beschrieben.

Im Zweifel sollte die Anwendung im Halsbereich vorher fachkundig medizinisch abgeklärt werden.

Bestehende Augenerkrankungen und kürzliche Augenoperationen

Ebenso bei ungeklärten Sehveränderungen. Einzelheiten im Abschnitt „Augen“ weiter oben.

Eingeschränktes Temperatur- oder Schmerzempfinden

Bei Kontaktgeräten wie FlexiPad und FaceMask nicht anwenden. Bei anderen Geräten sollte die Anwendung bei eingeschränktem Temperatur- oder Schmerzempfinden vorher ärztlich abgeklärt werden.

Rotlicht bei Kindern und Jugendlichen

Nur unter Aufsicht Erwachsener und nach ärztlicher Rücksprache. Für Kinder liegen keine eigenen Anwendungsdaten vor. Für den Vision-Modus der Gen30 gilt unabhängig davon: nicht bei Kindern und Jugendlichen anwenden.

Nach Botox, Fillern und ästhetischen Behandlungen

Nach Botox, Fillern, Microneedling, Peelings oder Laserbehandlungen bitte die von der behandelnden Praxis genannte Wartezeit einhalten.

Häufig gefragt, in der Regel unproblematisch

Hier gibt es in der Regel keinen grundsätzlichen Grund gegen die Anwendung.

Rotlicht und Tattoos

Dunkle Pigmente absorbieren mehr Licht und können sich stärker erwärmen. Ein Ausbleichen durch rotes und nahinfrarotes Licht ist nicht beschrieben. Praktisch heißt das: größeren Abstand wählen oder die Dauer verkürzen, wenn sich eine tätowierte Stelle deutlich wärmer anfühlt als die Umgebung. Frische Tattoos wie eine Wunde behandeln und aussparen, bis sie vollständig verheilt sind. Dasselbe gilt für Permanent Make-up.

Muttermale und Leberflecke

Rotes und nahinfrarotes Licht ist nicht ionisierend und steht nicht im Verdacht, Hautkrebs auszulösen — anders als UV. Wer viele oder auffällige Male hat oder eine Melanom-Vorgeschichte, sollte die reguläre Hautkrebsvorsorge unabhängig davon wahrnehmen. Bei einem Mal, das sich verändert: erst zur Dermatologie, dann alles Weitere.

Retinol, Fruchtsäuren und Vitamin C

Diese Wirkstoffe machen die Haut empfindlicher, aber überwiegend gegenüber UV. Wer empfindlich reagiert, wendet Licht und Wirkstoff zeitlich getrennt an — Licht am Morgen, Wirkstoff am Abend.

Haustiere im Raum

Auch Tiere reagieren auf helles Licht meist ganz natürlich und wenden den Blick ab, wenn es sie blendet. Trotzdem sollten sie nicht direkt in die LEDs schauen oder dauerhaft im direkten Strahlengang liegen. Einige Tierhalter berichten von positiven Erfahrungen mit Rot- und Nahinfrarotlicht, und auch wissenschaftlich wird Photobiomodulation bei Tieren untersucht. Die Datenlage ist jedoch noch begrenzt und geeignete Anwendungsprotokolle sind nicht einheitlich geklärt. Eine gezielte Anwendung am Tier deshalb bitte tierärztlich abstimmen.

Sonnenbrand oder frisch gebräunte Haut

Bei akutem Sonnenbrand mit der Rotlichtanwendung pausieren, bis die Haut vollständig abgeheilt ist.

Lichtqualität

Abgrenzung zu UV-Licht und Laser

Kein UV-Licht

UV-Photonen tragen genug Energie, um chemische Bindungen in der DNA aufzubrechen. Dadurch kann UV-Licht die DNA photochemisch schädigen und ist unter anderem für Sonnenbrand, vorzeitige Hautalterung und ein erhöhtes Hautkrebsrisiko verantwortlich.

heilys® verwendet ausschließlich rotes und nahinfrarotes Licht und enthält keine UV-Anteile. Die Geräte erzeugen daher keine UV-Bräunung und sind nicht mit einem Solarium vergleichbar.

Keine Laser

Laserlicht kann stark gebündelt werden und dadurch eine hohe Leistung auf eine sehr kleine Fläche konzentrieren. Deshalb gelten für Laser eigene Sicherheitsnormen und Laserklassen.

heilys® verwendet LEDs, die das Licht flächig verteilen. Für den zellulären Mechanismus ist das nach heutigem Verständnis ohne Bedeutung — für die Augensicherheit ist es ein erheblicher Unterschied zugunsten der LED.


Gerät und Betrieb

Gerätesicherheit im Betrieb

Neben der Lichtwirkung gibt es die schlichte Frage, ob das Gerät als Elektrogerät sicher ist.

Elektrische Sicherheit und EMV. Alle heilys®-Geräte tragen die CE-Kennzeichnung und erfüllen die Anforderungen der Niederspannungs- und EMV-Richtlinie.

Nur mit dem mitgelieferten Netzteil betreiben. Fremdnetzteile mit abweichender Spannung oder Leistung sind die häufigste Ursache für Defekte und Überhitzung.

Betriebsumgebung. Nicht in Feuchträumen, Duschen oder Saunen betreiben, sofern nicht ausdrücklich freigegeben.

Belüftung und Überhitzungsschutz. Lüftungsöffnungen freihalten, Gerät nicht abdecken.

Montage. Wand-, Tür- oder Standmontage nur nach Anleitung und mit dem mitgelieferten Material. Bei Standmontage auf sicheren Stand achten und das Gerät nicht in Bereichen aufstellen, in denen Kinder es umstoßen können.

Entsorgung. Elektroaltgeräte gehören nicht in den Hausmüll. Registrierung nach WEEE: DE19301058

Produktsicherheit

Hersteller, Verantwortliche und Meldewege

Seit Dezember 2024 gilt in der EU die Produktsicherheitsverordnung (VO (EU) 2023/988). Sie verlangt unter anderem, dass für jedes Produkt ein Ansprechpartner in der EU benannt ist und dass Verbraucherinnen und Verbraucher Sicherheitsprobleme direkt melden können. Beides findest du hier.

Hersteller / Inverkehrbringer
WeCare+ GmbH
Detmolder Str. 596-598
33699 Bielefeld
Deutschland
Telefon: +49 521 759 8370
E-Mail: hallo@heilys.de

Verantwortliche Person in der EU nach Art. 16 VO (EU) 2023/988
Yike Pan
WeCare+ GmbH

Detmolder Str. 596-598
33699 Bielefeld
Deutschland
Telefon: +49 521 759 8370
E-Mail: hallo@heilys.de

Rückrufe und Sicherheitshinweise

Aktuelle Sicherheitsmitteilungen zu heilys®-Produkten veröffentlichen wir auf dieser Seite. Derzeit liegen keine vor. (Stand: September 2026)

Häufige Fragen

Häufige Fragen zur Sicherheit

Ist Rotlichttherapie gefährlich?

Bei bestimmungsgemäßer Anwendung sind keine Schäden durch rotes und nahinfrarotes Licht beschrieben. Es ist nicht ionisierend und trägt pro Photon nicht genug Energie, um DNA direkt zu schädigen. Risiken entstehen praktisch nur durch drei Dinge: zu langes direktes Hineinsehen in die LEDs, zu geringen Abstand mit entsprechender Erwärmung, und Anwendung trotz einer der genannten Kontraindikationen.

Hat Rotlichttherapie Nebenwirkungen?

Am häufigsten berichtet werden vorübergehende Hautrötung und Wärmegefühl — beides klingt in der Regel innerhalb kurzer Zeit ab. Gelegentlich werden Kopfschmerzen nach Gesichtsanwendungen und Augenreizungen nach Anwendung ohne Schutzbrille genannt. In fast allen Fällen ist die Ursache eine zu hohe Dosis: zu nah, zu lang oder zu häufig.

Brauche ich eine Schutzbrille?

Grundsätzlich gilt: Starre nicht direkt in die LEDs. Fällt das Licht in Richtung deiner Augen, halte sie geschlossen oder trage die mitgelieferte Schutzbrille. Im Pulsmodus solltest du die Schutzbrille auch bei geschlossenen Augen tragen.

Kann Rotlicht die Haut verbrennen?

Bei bestimmungsgemäßer Anwendung soll sich die Haut warm, aber nicht unangenehm heiß anfühlen. In unserer Messung stieg die Hauttemperatur um etwa 2–4 °C. Besondere Vorsicht gilt bei Kontaktgeräten, bei eingeschränktem Temperaturempfinden und wenn die Wärme nicht ausreichend abfließen kann.

Darf ich Rotlicht in der Schwangerschaft anwenden?

Wir raten davon ab – nicht weil ein Risiko bekannt wäre, sondern weil belastbare Sicherheitsdaten fehlen. Wenn du eine Anwendung dennoch erwägst, kläre sie bitte vorher ärztlich ab.

Ist Rotlicht bei Schilddrüsenerkrankungen unbedenklich?

Das hängt von der Schilddrüsenerkrankung ab. Bei einer Überfunktion sollte der Halsbereich nicht ohne ärztliche Rücksprache bestrahlt werden. Bei einer Unterfunktion, etwa im Zusammenhang mit Hashimoto, wurde Photobiomodulation bereits wissenschaftlich untersucht; die Datenlage ist jedoch noch begrenzt. Eine direkte Anwendung im Halsbereich deshalb vorher medizinisch abklären.

Beeinflusst Rotlicht Tattoos?

Ein Ausbleichen ist nicht beschrieben. Dunkle Pigmente absorbieren allerdings mehr Licht und können sich spürbar stärker erwärmen. Wenn sich eine tätowierte Stelle deutlich wärmer anfühlt: Abstand vergrößern oder Dauer verkürzen. Frische Tattoos aussparen, bis sie verheilt sind.

Ist Rotlicht wie ein Solarium?

Nein. Ein Solarium arbeitet mit UV-Strahlung, die unter anderem DNA-Schäden und Bräunung verursachen kann. heilys® verwendet ausschließlich rotes und nahinfrarotes Licht und enthält keine UV-Anteile. Die Geräte erzeugen daher keine UV-Bräunung und sind nicht mit einem Solarium vergleichbar.

Kann ich zu viel Rotlicht machen?

Ja. Die Forschung beschreibt eine biphasische Dosis-Wirkungs-Beziehung — oberhalb eines Bereichs nehmen die beschriebenen Effekte wieder ab. Wenn du mehr möchtest, erhöhe die Regelmäßigkeit, nicht die Dauer, und kombiniere nicht mehrere Geräte auf derselben Körperregion.

Sind heilys®-Geräte Medizinprodukte?

Nein. heilys®-Produkte sind keine Medizinprodukte im Sinne der Verordnung (EU) 2017/745 und nicht dazu bestimmt, Krankheiten zu erkennen, zu behandeln, zu lindern oder zu verhüten. Entsprechend treffen wir auf dieser Seite keine Aussage über einen medizinischen oder therapeutischen Nutzen — sie behandelt ausschließlich die sichere Anwendung.

Was bedeutet die Risikogruppe nach IEC 62471?

Sie beschreibt, wie lange man einer Lichtquelle ausgesetzt sein kann, bevor ein Grenzwert erreicht wird — immer bezogen auf einen definierten Abstand. Die Norm kennt kein Bestehen oder Durchfallen, sondern vier Gruppen.

Was mache ich, wenn bei der Anwendung etwas passiert ist?

Melde es uns bitte — auch bei kleineren Vorfällen. Kontakt: hallo@heilys.de oder +49 521 759 837 18. Wir gehen jedem Hinweis nach.


Wenn du unsicher bist, frag lieber

Ob Rotlicht für dich geeignet ist, musst du nicht allein auf Basis einer Produktseite entscheiden. Wenn du eine Vorerkrankung hast, Medikamente einnimmst oder unsicher bist, ob einer der genannten Sicherheitshinweise auf dich zutrifft, kläre die Anwendung bitte zunächst ärztlich ab.

Wenn du Fragen zur Bedienung hast oder wissen möchtest, welches heilys®-Gerät zu dir passt, beraten wir dich gern telefonisch, per E-Mail oder im Showroom in Bielefeld.

Wir sagen dir auch offen, wenn wir ein heilys®-Gerät für deine Situation nicht für die richtige Wahl halten.

Beratung

Beate Schmidt · +49 521 759 837 18 · hallo@heilys.de · Mo–Fr 8:00–18:00

Showroom Bielefeld

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